6.4 Feedback im Statechart-Fenster

Nachdem eine GUI aus einem Editor heraus generiert wurde, ist dieser Editor mit der generierten GUI verbunden und wird über Zustandsänderungen der GUI während einer laufenden Simulation informiert. Mehr zum Thema Generierung und unter welchen Umständen die Verbindung zwischen der generierten GUI und dem Editor getrennt werden kann, erfahren Sie in Abschnitt 6.1.

Zu jedem Zeitpunkt befindet sich eine simulierte GUI in einer Menge von Zuständen (States). Diese Zustände werden nun im verbundenen Editor besonders farblich gekennzeichnet. Dabei werden alle Vorkommen der fraglichen Zustände in allen Statechart-Fenstern markiert, die im Editor geöffnet sind. Sollten danach neue Statechart-Fenster geöffnet werden oder sollte in irgendeiner anderen Form die Anzeige der farblich markierten Zustände geändert werden, so wird die Markierung entsprechend erweitert und angepasst.

Dabei werden einfache Zustände, in denen sich die GUI zur Zeit befindet, mit einer dunkelgrünen Farbe eingefärbt und komplexe Zustände mit einer hellgrünen Farbe belegt. Da komplexe Zustände genau dann von der GUI eingenommen werden, wenn sie einen einfachen Zustand enthalten, der dunkelgrün gefärbt ist, ergibt sich ein Bild, in dem ineinander geschachtelte hellgrün gefärbte Zustände Pfade beschreiben, die in einem dunkelgrün gefärbten einfachen Zustand enden (vgl. Abb. 6.5).

Figure 6.5: Feedback im Statechart-Fenster
 
simulation_active_state_2.png

Ob der Inhalt eines Zustands versteckt ist oder nicht, spielt bei der Markierung keine Rolle. Es lässt sich der Inhalt sogar wieder einblenden, um nachzuschauen, in welchem Kindzustand sich denn die GUI nun genau befindet.

Durch diese Art der Markierung ist es möglich, das Verhalten der simulierten GUI bestens nachzuvollziehen. Sie können sich zur Fehleranalyse zum Beispiel bestimmte Ausschnitte, in denen Sie das Problem vermuten, schon vor Simulationsbeginn anzeigen lassen, und darauf warten, dass die GUI diesen Abschnitt betritt. Oder Sie können das Verhalten der GUI auf einer beliebigen Abstraktionsebene im Statechart verfolgen und bei Bedarf einen genaueren Blick darauf werfen, indem Sie versteckte Teile wieder aufdecken oder neue Ansichten öffnen.

Sollte die Verbindung, aus welchem Grund auch immer, zwischen GUI und Editor getrennt werden, so werden automatisch alle Markierungen entfernt.


i3D. Hannwacker - A. Gebel - M. Dürksen