6.1 Generierung
Bevor eine entworfene GUI simuliert werden kann, muss sie aus dem Modell heraus generiert werden.
Eine Generierung kann nur für Modelle durchgeführt werden, die erfolgreich den Validierungsprozess
durchlaufen haben (vgl. Abschnitt 4.4). Zur Generierung finden Sie in der Toolbar eine Generierungsfunktion. Lesen Sie dazu auch den
Abschnitt 4.2.3, der Ihnen die Benutzung der in der Toolbar befindlichen Funktion kurz erläutert.
Es stehen Ihnen zwei verschiedene Arten der Generierung zur Verfügung:
- Sicher / Safe:
- Mit der sicheren Generierung wird eine GUI generiert, die nach der Generierung vollkommen losgelöst von dem
Modell ist, aus dem sie generiert wurde. Das bedeutet, dass sich Änderungen, die nach der Generierung
an dem Modell durchgeführt werden, keinen Einfluss auf die bereits generierte GUI haben. Da eine GUI
nur dann generiert werden kann, wenn das Modell durch die Validierung als korrekt bewertet wurde und
die generierte GUI nachträglich nicht mehr verändert werden kann, wird diese Generierungsart als sicher
bezeichnet.
- Manipulierbar / Hot:
- Die manipulierbare Generierung erlaubt es, dass sich nachträgliche Änderungen an dem Modell der GUI direkt auf
die bereits generierte GUI auswirken. Das gilt auch während einer möglichen Simulation der generierten GUI.
Dadurch ist es möglich, selbst nicht korrekte Modelle zu simulieren, da die nachträglichen Änderungen
keinen Validierungsprozess durchlaufen, bevor sie auf die generierte GUI angewendet werden. Diese Generierungsart
ist dehalb unsicher.
Die Generierung erfolgt dabei in jedem Fall unter der Berücksichtigung des eingestellten Bildschirmbereichs.
Dieser lässt sich nach einer Generierung nicht mehr nachträglich verändern. Wurde also eine GUI für
eine bestimmte Bildschirmgröße generiert, so wird die GUI auch mit dieser simuliert und kann nur durch eine
erneute Generierung geändert werden. Mehr über die Einstellung der Bildschirmgröße erfahren Sie in
Abschnitt 5.3.6.
Eine generierte GUI wird sofort in den Simulator-View geladen. Sollte sich im Simulator-View bereits eine GUI befinden,
so wird diese entfernt. Dabei wird eine möglicherweise laufende Simulation in jedem Fall beendet.
Der Editor, aus dem die GUI heraus generiert wurde, wird mit dem Simulator-View verbunden und dadurch über
Zustandsveränderungen der simulierten GUI informiert. Dadurch wird ein Feedback im Statechart-Fenster
ermöglicht. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in Abschnitt 6.4.
Figure 6.1:
Verbindung zum Simulator trennen
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Die Verbindung zum Simulator-View bleibt solange aktiv, bis Sie entweder die Verbindung manuell über den in der
Toolbar angebotenen Schalter trennen (siehe Abb. 6.1), oder bis Sie den Simulator-View schließen. Eine weitere Möglichkeit
der Trennung besteht, wenn die generierte GUI im Simulator-View duch eine andere verdrängt wird oder wenn Sie
das Modell der GUI bearbeiten, obwohl Sie im sicheren Modus generiert haben. Da in einem solchen Fall das
Modell der GUI nicht mehr mit dem der simulierten übereinstimmt, wird die Verbindung gekappt.
D. Hannwacker - A. Gebel - M. Dürksen 