Wenn Sie diese Aktion ausführen, wird Ihnen ein neues Statechart-Fenster geöffnet und aktiviert. Dieses neue Statechart-Fenster enthält ausschließlich den Inhalt des gewählten Compartments und führt deshalb im entsprechenden Tab auch dessen Namen (siehe Abb. 4.30). Die Einstellungen des Statechart-Fensters, ob zum Beispiel das Raster angezeigt wird oder nicht, werden von dem Statechart-Fenster übernommen, aus dem es geöffnet wurde.
Den Eintrag zum Öffnen eines neuen Statechart-Fensters finden Sie nicht nur im Kontextmenü eines Compartments, sondern auch in dem Kontextmenü eines Zustands. Enthält der Zustand genau ein Compartment, so wird dieses im neuen Statechart-Fenster angezeigt; enthält der Zustand aber mehrere Compartments, so ist der Eintrag im Kontextmenü ein Untermenü, aus dem das zu öffnende Compartment näher bestimmt werden muss (vgl. Abb. 4.32). Besitzt der Zustand überhaupt kein Compartment, so wird beim Ausführen der Aktion automatisch eines erstellt, das dann im neuen Statechart-Fenster angezeigt wird.
Sollte das von einem zusätzlich geöffneten Statechart-Fenster angezeigte Compartment aus irgendeinem Grunde gelöscht werden, zum Beispiel aus einem anderen geöffneten Statechart-Fenster heraus, so wird das entsprechende Statechart-Fenster automatisch geschlossen.
Es ist auch noch möglich, das gesamte Statechart in einem neuen Statechart-Fenster zu öffnen. Dazu müssen Sie darauf achten, dass kein Statechart-Element selektiert ist und dann durch einen Rechtsklick auf eine leere Stelle im Statechart-Fenster das Kontextmenü öffnen. Abschließend einfach den bekannten Eintrag auswählen. Die so angelegte Kopie eines Statechart-Fensters können Sie zum Beispiel dazu benutzen, um sich den Inhalt in einer unterschiedlichen Zoom-Stufe anzeigen zu lassen, oder um es als Ausgangspunkt weiterführender Navigationen zu verwenden.
Durch das Anzeigen von Statechart-Ausschnitten kann es dazu kommen, dass Transitionen von Statechart-Elementen ausgehen, die in dem Ausschnitt zwar enthalten sind, aber in Statechart-Elementen enden, die sich außerhalb des Ausschnitts befinden. Gleiches gilt natürlich auch für Transitionen mit umgekehrter Richtung. Diese Transitionen werden nicht wie gewohnt als schwarze Linie mit einer Pfeilspitze angezeigt, sondern in ikonisierter Form am unteren Rand des Zustands, von dem sie ausgehen bzw. in dem sie enden. Zwei Zähler zeigen dabei die Anzahl der Transitionen an, die von dem Zustand ausgehen bzw. in diesem enden. Wenn Sie die Maus über einen der Zähler bewegen, erhalten Sie zusätzlich noch als Tooltipp die Namen der jeweils nicht sichtbaren Transitionsenden (vgl. Abb. 4.33).
Neu geöffnete Statechart-Fenster lassen sich wieder schließen, indem Sie im zugehörigen Tab auf das X-Symbol klicken (Abb. 4.34). Das standardmäßig geöffnete Statechart-Fenster, das zu Beginn das komplette Statechart anzeigt, können Sie dagegen nicht schließen. So bleibt immer ein Statechart-Fenster offen, aus dem Sie immer jedes Statechart-Element erreichen können.
D. Hannwacker - A. Gebel - M. Dürksen 