Eine weitere Möglichkeit, mehrere Elemente zu selektieren, stellt der sogenannte Selektierungsrahmen dar. Der Selektierungsrahmen wird aufgespannt, indem Sie die linke Maustaste an einer Stelle des Diagramms drücken, an der sich noch kein Statechart-Element befindet, und gedrückt halten. Diese Stelle markiert nun eine Ecke des Selektierungsrahmens. Mit gedrückt gehaltener Maustaste müssen Sie nun die Maus an die Stelle bewegen, an der sich die gegenüberliegende Ecke des Selektierungsrahmens befinden soll. Während Sie diese Stelle mit gedrückt gehaltener Maustaste anfahren, sehen Sie, wie sich der Selektierungsrahmen aufspannt. Schließen Sie die Aktion mit dem Loslassen der linken Maustaste an der gewünschten Stelle ab. Alle Elemente, die sich nun vollständig innerhalb des Selektierungsrahmens befinden, werden selektiert (Abb. 4.5).
Das zweite Werkzeug zur Selektierung erlaubt lediglich das Auswählen von mehreren Elementen mithilfe eines Selektierungsrahmens. Dafür erlaubt Ihnen dieses Werkzeug, den Selektierungsrahmen an beliebiger Stelle zu beginnen, egal ob sich bereits ein Element an dieser Stelle befindet oder nicht.
Selektierte Elemente werden durch einen schwarzen Rahmen hervorgehoben. Dieser enthält zusätzlich rechteckige Markierungen, die sich mithilfe des Standard-Selektierungswerkzeugs verschieben lassen. Auf diese Weise können Sie nachträglich die Ausdehnungen eines Elements verändern. Desweiteren können Sie mit diesem Werkzeug bei gedrückt gehaltener linker Maustaste selektierte Elemente verschieben.
Außerdem ist es noch möglich, mit diesem Werkzeug im Statechart-Fenster zu scrollen. Dazu halten Sie die SPACE-Taste gedrückt. Der Mauszeiger verwandelt sich dabei in ein Hand-Symbol. Jetzt können Sie durch Bewegen der Maus bei zusätzlich gedrückt gehaltener linker Maustaste das Statechart-Fenster scrollen.
Das entsprechende Element wird dann innerhalb des aufgezogenen Rahmens erzeugt. Zustände werden dabei den kompletten Rahmen ausfüllen (Abb. 4.6), wogegen Start- und Endzustände lediglich eine bestimmte Mindestgröße annehmen. Auch Zustände besitzen eine Mindestgröße. Sollte Ihr aufgezogener Rahmen diese unterschreiten, so wird der Zustand in seiner Mindestgröße erzeugt. Dadurch ist es auch möglich, durch einen einfachen Linksklick Elemente in ihrer Mindestgröße zu erzeugen.
Enthält ein Zustand noch kein Compartment, reicht ein Linksklick, um eines zu erzeugen. Besitzt ein Zustand bereits Compartments, kann das Compartment an beliebiger Stelle eingefügt werden. Dazu bewegen Sie die Maus an eine Stelle zwischen zwei Compartments, an der das neue Compartment eingefügt werden soll, oder über das erste oder unter das letzte Compartment, um das neue Compartment vor- oder anzuhängen. Als zusätzliche Hilfe markiert ein schwarzer Strich die ausgewählte Einfügestelle (Abb. 4.8).
Ein Sonderfall liegt vor, wenn Sie eine Transition erstellen wollen, bei der Start- und Endpunkt übereinstimmen (Transitionsschleife). Da lediglich Zustände sowohl als Start- und Endpunkte von Transitionen dienen können, wird die Transition also von demselben Zustand ausgehen, in dem sie auch wieder enden wird. Das Transitionswerkzeug unterstützt Sie bei der Erstellung solcher Transitionen in besonderer Weise. Sie klicken dazu links in den fraglichen Zustand und bewegen die Maus innerhalb desselben. Während Sie die Maus bewegen, dreht sich eine Transition um die Stelle, an der Sie den Linksklick ausgeführt haben. Die Pfeilspitze der Transition zeigt dabei immer in die Richtung, in der sich Ihre Maus zur Zeit befindet, und sie grenzt mit beiden Enden an die äußere Umrandung des Zustands.
Nachdem Sie die Transition in die gewünschte Position gebracht haben, schließen Sie die Aktion mit einem Linksklick ab. Daraufhin werden automatisch Stützpunkte (Bendpoints) für die Transition erstellt, damit die Transition nicht durch den Zustand hindurch geht, sondern so umgeleitet wird, dass sie außerhalb verläuft. Dabei wird darauf geachtet, dass die Transition dort startet und endet, wo Sie es zuvor bestimmt haben (Abb. 4.10).
Um einen Stützpunkt für eine Transtion zu erstellen, müssen Sie die Transition zuerst mithilfe des Selektierungswerkzeugs selektieren. Ist eine Transition selektiert, werden für diese zwischen Start- und Endpunkt bzw. zwischen bereits existierenden Stützpunkten punktuelle Unterbrechungen angezeigt. Diese lassen sich mithilfe des Selektierungswerkzeugs an eine beliebige Stelle verschieben. Allein durch diese Verschiebung wird an entsprechender Stelle ein Stützpunkt entstehen (siehe Abb. 4.11).
Erstellte Stützpunkte können Sie wieder entfernen, indem Sie den Stützpunkt durch Verschieben wieder auf eine Linie mit benachbarten Stützpunkten bzw. mit dem Start- und Endpunkt bringen. Durch ein bemerkbares Einrasten wird Ihnen dieses Unterfangen erleichtert.
Keine Sorge, alle diese Werte lassen sich intuitiv und graphisch editieren. Dazu müssen Sie lediglich das Standard-Selektierungswerkzeug hernehmen und die gewünschte Beschriftung oder deren Transition durch einen Linksklick auswählen. Der aktuelle Ursprungspunkt wird nun als grünes Quadrat auf der Transition angezeigt und lässt sich mit gedrückt gehaltener linker Maustaste auf dieser verschieben (vgl. Abb. 4.12).
Den Abstand, den die Beschriftung von dem Ursprungspunkt erhalten soll, können Sie jetzt einfach festlegen, indem Sie die Beschriftung bei ebenfalls gedrückt gehaltener linker Maustaste verschieben.
D. Hannwacker - A. Gebel - M. Dürksen 